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Österreichische Arbeitsgemeinschaft
der diözesanen Berufsgemeinschaften der Pfarrhaushälterinnen
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Studientag der ÖAG
19. bis 20. Okt. 2009

"Sonntag - F(r)eiertag - Ruhetag"


Foto: Pöchhacker

mit Diözesanbischof und Referatsbischof der Pfarrhaushälterinnen Österreichs Dr. Alois Schwarz

Beitrag von der Österreichvorsitzenden Margret Pöchhacker.

Bischof Schwarz beim Gottesdienst mit den anwesenden Priester der BG Foto: Pöchhacker

Zusammenfassung :

1. Das Wochenende hat den christlichen Sonntag verdrängt. Der Freiraum von Freitagnachmittag bis zum Sonntagabend ist für die Regeneration des Menschen gesetzlich gesichert. (Wochenendzulage für Dienstleistungen.

  Vorschlag: Christen wünschen einander einen "schönen Sonntag" und nicht ein "schönes Wochenende"
2. Durch die Entfremdung der Menschen in den Großstädten, durch die immer höheren Anforderungen an Arbeitsleistungen in den Betrieben flieht der Mensch in den bergenden Raum seines Zweitwohnsitzes. Dort entfaltet er gerade am Wochenende "seine Welt" und setzt sich mit seiner ganzen Kraft dafür ein, einen angemessenen Lebensstandard zu schaffen. Dabei wird der Sonntag zu einem Tag der Arbeit. Der Sonntag ist auch kein Sitzungs- u. Versammlungstag. Für Arbeitsbesprechungen ist die Woche über Zeit genug.
Keine Klausurtagung des Pfarrgemeinderates am Sonntag. Wenn schon Tagungen, dann miteinander den Sonntag feiern: Beten, Singen, Eucharistie feiern, miteinander reden und festlich essen.

3. Viele Menschen erleben gerade am Sonntag die Not ihrer Einsamkeit und ihrer Grenzen. Kinder "leiden" oft, dass die Eltern nicht zum Gottesdienst gehen. Eltern (alte Menschen) klagen oft, dass die Kinder ihren Glauben nicht mehr in der Kirche leben.

Gottesdienstbesucher laden andere ein und bieten eine Mitfahrgelegenheit oder eine Begleitung zur Sonntagsmesse an.

4. Die "Erholungsindustrie" versucht (bis in die kleinen Dörfer hinein) den Sonntag wirtschaftlich zu nützen. Die Freizeitangebote werden zu Einnahmequellen für Vereine. Wo gerade junge Menschen im Sport durch finanzielle Entschädigung "entlohnt" werden, zählt bald nicht mehr das Spiel, sondern nur der Sieg, nicht mehr die Freude an körperlichen Begabungen, sondern nur noch der größere Gewinn.
Der Pfarrer nützt die Chance (etwa bei "Vereinsmessen") christliche Vereinsmitglieder und Sportler in ihrer Verantwortung zu stärken.
5. Viele Menschen (über die Hälfte von Groß- u. Industriestädten) fliehen am Sonntag auf das Land, um wenigstens ein paar Stunden in der freien Natur sein zu können. Mit dem Verlassen der Städte nehmen viele auch ein Abnehmen der Erfahrung von Kirche und Gemeinde in Kauf. Auf dem Land sind sie die "Fremden" und find en oft lange keinen Anschluss.
Pfarrgemeinderäte, Lektoren, Kommunionhelfer u. a. stellen sich am Zweitwohnsitz vor und werden bei der pfarrlichen Planung berücksichtigt.
6. Der Sonntag ist für manche Menschen dann ein freier Tag, wenn sie Zeit haben zum Ausschlafen, zu einem gemütlichen, gemeinsamen Frühstück, zu einem langsamen "Kommen lassen" des Tages. Andere bereiten wieder gemeinsam das Mittagessen und versuchen die Hausfrauen (Mütter) zu entlasten.
Die Pfarrer überprüfen die Beginnzeiten ihrer Gottesdienste.