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Österreichische Arbeitsgemeinschaft
der diözesanen Berufsgemeinschaften der Pfarrhaushälterinnen
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Studientag der ÖAG
12. - 13. November. 2012

"Kleiner Finger - ganze Hand" - Ehrenamt

mit Dr. Rainald Tippow (Caritas, ED Wien)

Bericht Susanne Kopeszki
Fotos: Annemarie Voit, Susanne Kopeszki

 

Zusammenfassung :

Kirchliches Engagement im Spannungsfeld von Sinn, Freude am Tun und Überforderung.

Hier einige Gedanken unseres Referenten:
Im ersten Teil ging es um die eher theoretischen Grundlagen
Die Kirche ist Lebens- und Arbeitsfeld für Ehren- und Hauptamtliche, für Laien und Priester.
Früher waren Einzelne auf die Kirche angewiesen - heute ist es umgekehrt.
Die Kirche heute ist ohne die freiwillige Mitarbeit denkbar. Pro Pfarre kommen etwa 100 aktive Freiwillige.
Bei den MitarbeiterInnen ist eine starke Heimatverbundenheit zu spüren
In Zeiten des Geld- und Priestermangels besteht die Gefahr, dass Laien zur Alternativenergie eines kirchlichen Aktionismus werden.
Durch die Vermischung von Hauptamt und Ehrenamt, entsteht für die Freiwilligen ein größerer Leidensdruck

Kirche nimmt immer den ganzen Menschen in den Blick und entzieht sich den gängigen Organisationszuschreibungen (Firma, Verein, ..)
Kirche ist Tranzzendenz-orientiert.
Viele finden in den personalen Begegnungen, im "für andere dasein" Lebensverwirklichung.

Kirche ist vielfältig:
Zeichen Gottes auf Erden, Arbeitgeberin, Ursakrament, Blitzableiter in Diskussionen, pilgerndes Gottesvolk, u.v.a.m.

Kirche ist nicht nur heute in der Krise sondern schon seit 2000 Jahren
Heute erleben wir einen Umbruch. Die Gestalt der Kirche seit dem 18./19. Jhdt wandelt sich.
Kirche ist gefordert einen transzendenten Mehrwert zu bieten..
Ein spiritueller Grundwasserspiegel als Basis für kirchliches Engagement ist wesentlich.
Qualität und Quantität eucharistischer Feiern sind unerlässlich gegen Ausbreitung spiritueller Wüsten.
Die Rolle der Frau steht im Spannungsfeld zum gesellschaftlich akzeptierten Frauenbild.
Frauen sehen die Zukunft der Kirche pessimistischer als Männer
Kirchlich aktive Frauen leiden eher unter mangelnder Anerkennung, spüren die Verwurzelung oft nicht.
Davon betroffen sind mehrheitlich jüngere Frauen. Sie setzen sich auch weniger ehrenamtlich ein.
Dann ging es darum zu schauen, wer ich als Pfarrhaushälterin bin.
In unserem Berufsbild ist das durch den Fächer signalisiert, der für jede anders ausschaut.

Theologie und Praxis oder ...
... meinen Platz in der Kirche finden:
Lückenbüßer-Jobs machen eine Tätigkeit uninteressant
Gelungenes, sinnvoll erlebtes und gesellschaftsveränderndes Engagement ist ein Ort des Glaubenszeugnisses, zu dem wir laut II. Vaticanum durch Taufe und Firmung berufen sind.
Einsatz im kirchlichen Dienst führt im Idealfall zu einer positiven Selbstentwicklung mit tragendem Glauben.
Daher ist eine Kultur der Charismen notwendig statt einer panischen Suche nach "Notnägeln".
In einem zweiten Teil listeten wir die Erwartungen an mich selbst auf.
Wer verlangt was von mir?
Aus den Überlegungen heraus sollten wir dann in Gruppen die ideale Pfarrhaushälterin zeichnen.
Wir waren erstaunt, über die Ähnlichkeiten.

Im letzten Teil ging es dann um ganz konkrete Anliegen:
Umgang mit Armut an der Pfarrhoftüre
Pfarre, die Aufgaben übernimmt - was ist wirklich zu tun?
Pfarrer und Ich
Berufsgemeinschaft - als Ehrenamt

Mit Denkanstößen und gestärkt durch das gemeinsame Arbeiten, fuhren wir wieder zurück an den je eigenen Platz.
Ein herzliches Dankeschön für die Ausführungen und kreativen Elemente dieses Tages sagen wir Dr. Rainald Tippow