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Berufsgemeinschaft
der Pfarrhaushälterinnen
5026
Salzburg, Ernst-Grein-Straße 14 |
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ÖAG
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Salzburg
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| 16. September 2009 | Ein besonderer Tag |
| Die Planung für diesen "besonderen Tag" läuft schon seit längerer Zeit. Es ist die Fahrt mit Vorstand und Dekanatsverantwortlichen unserer Berufsgemeinschaft. Das diesjährige Ziel ist das ZISTERZIENSERSTIFT SCHLIERBACH in Oberösterreich, wo die viel gepriesene Landesausstellung "MAHLZEIT" läuft. | |
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15 Personen haben
genug Platz im großen Bus, als es in schneller Fahrt dem Ziel zugeht. Die
Türme der barocken Stiftskirche sind schon in Sicht, als wir mit Glockenschlag
10.00 Uhr uns auf den Weg in die Kirche begeben. Die Kerzen am Altar sind bereits angezündet. Ein liebenswürdiger Sakristan und der Stiftsorganist erwarten uns schon. Die bevorzugten Plätze, die sonst nur die Chorherren einnehmen - auf den Pulten aufgestellt die riesigen Psalmenbücher - ermöglichen uns die Nähe zum Altar. Die Texte der Heilig-Geist-Messe, unser Gesang mit Orgelbegleitung und die einfühlsamen Worte unseres Geistlichen Assistenten Dr. Hans Paarhammer, der zugleich auch der Zelebrant ist, vermitteln uns eine Ahnung und Dankbarkeit für das Geschenk des Glaubens, dass wir zu dieser Kirche gehören dürfen. Gestärkt und beglückt verlassen wir das Gotteshaus. |
| Nun ist die Führung durch die Stifts- und Ausstellungsräume angesagt. Alles ist geordnet und überschaubar, versehen mit Texten und Exponaten - oft aus fernen Ländern - zu sehen. Noch dazu versteht es unser Führer, Herr Erich Weiermair, in einfachen Worten uns die Verantwortung für unsere Gegenwart und Zukunft ins Gedächtnis zu rufen. Als Christen sind wir be- und gerufen, verantwortungsvoll mit der Schöpfung umzugehen. Namen wir Anton Bruckner, Franz Stelzhammer, Adalbert Stifter und Thomas Bernhard werden in unser Gedächtnis gerufen. | |
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Zum Abschluss dieser Führung
stehen wir vor der eindrucksvollen Statue der "Schlierbacher Madonna".
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| Die Käseverkostung gibt uns Einblick in die Vielfalt der einheimischen Produkte, die in harter Arbeit und durch die Technik unserer Tage hergestellt werden. Wichtig für uns ist die Einsicht, dass Gesundheit nicht allein durch Essen und Trinken vermittelt wird, sondern vor allem durch unsere innere Einstellung zum Leben und zur "Tischgesellschaft". | |
Die
Fotoaufnahmen im Stiftshof, wo wir als "Haubenköchinnen" gekrönt, uns unserer
Würde in besonderer Weise bewusst werden, leiten den Abschied von Schlierbach
ein. Beeindruckt von den Erlebnissen dieses Tages, begünstigt durch gutes
Wetter, bringt uns der Bus wieder nach Salzburg. Wir nehmen Abschied mit
dem Wissen, dass unser Platz in der Pfarre und damit auch in der Kirche
von heute, unverzichtbar ist für das "Leben in Fülle" für uns und die anderen.
In
Dankbarkeit Anni Widmann |
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| Bildungstage
vom 3. bis 6. 11. 2008 Bericht und Fotos: Hannelore Polt |
Die heurigen Bildungstage standen unter dem Motto: "Ermutigt zum Leben - ermutigt zum Glauben". Sie begannen Montag abends mit dem Abendessen und anschließend trafen wir uns im Seminarraum. Dort bekamen wir einen Überblick über die einzelnen Tage. Anschließend sahen wir uns die Fotos von der heurigen Romwallfahrt an. |
| Am Dienstag referierte Frau Dr. Elisabeth Kandler-Mayr zum Thema: "Vorsorge für die Pension". Wir erfuhren vieles über Pflegeberatung, verschiedene Pflegeeinrichtungen, Pflegeversicherung, Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung, Sachwalterschaft, Testament und Erbrecht. | |
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Am Nachmittag fuhren wir mit
Privatautos zur rumänisch-orthodoxen Kirche in der Robinigstraße. |
| Den Rest des Nachmittags verbrachten wir noch mit kleinen Einkäufen. Die Modefirma Moser war ganz in der Nähe, auch zum Kerzengeschäft Nagy war es nicht weit. | |
| Den Abend verbrachten wir kreativ. Man zeigte uns, wie man Geschenke originell verpacken kann, oder wie Servietten für einen festlichen Anlass gefaltet werden können. | |
| Für den Mittwoch hatte der Vorstand Frau Mag. Maria Szigeti, Theologin und Pädagogin aus Zurndorf (Burgenland) zum Thema "Ermutigt zum Leben -Ermutigt zum Glauben" eingeladen. Ein paar PHF haben sie von der gesamtösterreichischen Bildungswoche in Eisenstadt gekannt. Wir lernten den Unterschied zwischen "wellness" und "Glück" kennen, wir hörten von "der rechten und der falschen Sorge", auch über das Wort von Kohelet "Alles hat seine Zeit" wurde nachgedacht. Wir bekamen den Unterschied von Kairos und Chronos erklärt. Zwischendurch machten wir auch ein Ratespiel zum Auflockern. Auch Tips für einen besonderen Adventkalender mit Worten aus: "Lehre mich die Kunst der kleinen Schritte" wurden uns mitgegeben. | |
| Eigentlich wollten wir am Abend den 88. Geburtstag von Anni Widmann feiern. Da unsere liebe Anni jedoch im Spital lag, hatten wir beschlossen, den Abend mit Singen und mit lustigen Sachen zum Vorlesen zu verbringen. | |
| Am Donnerstag kam Prälat Dr. Hans Paarhammer zu uns und hielt einen Vortrag zum Thema: "Christentum und "Islam" - Gemeinsamkeiten und Unterschiede. In Österreich ist seit 1912 der Islam als Glaubensgemeinschaft gesetzlich anerkannt. Judentum, Christentum und Islam berufen sich auf die abrahamitische Religion. Das 2. Vatikanische Konzil hat 1965 auf den Islam Bezug genommen und seinen Respekt vor der islamischen Religion bekundet. Wir hörten auch von den 5 Säulen des Islam: Glaubensbekenntnis, Gebet, Fasten, Pflichtabgabe und Pilgerfahrt oder Wallfahrt. | |
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Anschließend beendeten wir unsere Bildungstage mit einem Gottesdienst in der Kapelle von St. Virgil. Beim nachfolgenden Mittagessen mussten wir uns schon wieder voneinander verabschieden. Die Tage waren viel zu schnell vergangen. Es war schade, dass sich heuer nur 16 PHF dazu angemeldet hatten, an Einzeltagen sind noch 2 dazugekommen. Ich bedanke mich bei allen, die hier gewesen sind, für die schöne und nette Gemeinschaft. |
| SALZBURG. Pfarrhaus - menschenfreundlich |
"Dankbar blicken wir auf die vergangenen 25 Jahre zurück und gleichzeitig wünsche ich der Gemeinschaft, dass es lebendig weitergeht", hob Erzbischof Dr. Alois Kothgasser in seiner Predigt im Pfarrzentrum St. Severin die Bedeutung der Berufsgemeinschaft und der dahinter stehenden Frauen hervor. "Die Pfarrhausfrauen sorgen dafür, dass das Pfarrhaus menschenfreundlich ist. Wenn ein Seelsorger mehrere Pfarren betreut, ist er viel unterwegs. Um so wichtiger ist es, dass jemand im Haus anzutreffen ist und die Anliegen der Menschen entgegennimmt." "Priester brauchen Menschen, die sie in der Mitsorge für die Menschen begleiten", so der Erzbischof weiter. |
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"Zukunft aus Erinnerung"
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Auf dieses gemeinsame Engagement für die Gemeinde ging auch Prälat Dr. Hans Paarhammer in seiner Ansprache "Zukunft aus Erinnerung" ein. Die heute für die Seelsorge als absolut notwendig geforderte Team-Arbeit gelte ebenso für die Arbeit in einem Pfarrhaus. Immer wieder habe er Frauen kennen lernen dürfen, die sich mit vielen Charismen, insbesondere dem ungeschriebenen Diplom ihrer Herzensbildung in die Pfarrgemeinde eingebracht haben. "Ihr seid ein kostbarer Schatz, ja ein Segen für die Seelsorger." Weiters betonte der Festredner, dass ein Pfarrhaushalt nicht irgendein Haushalt sei und verwies dabei auf Passagen aus dem Titel von Anneliese Knippenkötter "Der Beruf der Pfarrhaushälterin heute - Aufgabe und Chance" |
| Haus der offenen Tür | "Jeder weiß, dass eine Haushälterin eben mehr können muss als kochen, backen, putzen, nähen, Staub saugen usw. Die Fragen, die am Telefon oder an der Tür oder im Sprechzimmer an sie gestellt werden, sind andere als nach einem guten Kuchenrezept. Manchmal kommt auch das vor. Vielleicht als vorgeschobener Grund für ein Gespräch über Glaubensfragen, über Fragen der Ehe und Kindererziehung, über Fragen nach dem Sinn des Lebens, über Abwendung von finanziellen und anderen Nöten." Pfarrhäuser präsentieren sich als "Haus der offenen Tür" und dies sei vor allem ein Verdienst der Haushälterinnen, die um die vielen Vereinsamten und Suchenden wissen, die angehört werden wollen. |
| Um das Rollenverständnis der Pfarrhausfrau von heute zu komplettieren zog Prälat Paarhammer das Bild von vier Säulen heran: | |
| "Erstens:
die menschliche Kompetenz muss stimmen. Zweitens: Spirituelle Tiefe. Drittens: Die intellektuelle Bildung. Und schließlich viertens: Die pastorale Zielsetzung des Berufes einer Pfarrhausfrau ist bewusstes Mittragen der Seelsorge in der Pfarrgemeinde und für die heilsuchenden Mitmenschen." |
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| erfüllende Berufung | Dass dieser Dienst unter Berücksichtigung aller Herausforderungen letztlich eine erfüllende Berufung ist brachte die Vorsitzende der Berufsgemeinschaft, Aloisia Horngacher, auf den Punkt: "Ich empfinde es als einen großen Vertrauensbeweis, dass ich diesen Beruf ausüben darf. Es ist ein Platz, an dem ich Mensch und Christ sein darf und für die priesterliche Wohn- und Lebenskultur meinen Beitrag leisten kann." ibu (Rupertusblatt 7. So der Osterzeit 20.5.2007) |
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| Ein
Nachklang Bildungstage 2006 von Anni Widmann |
EILE
MIT WEILE war der Titel unserer Bildungstage vom 13. - 16. November 2006 im Bildungszentrum St. Virgil. Nach dem Einführungsabend waren wir offen für den Tag mit Frau Angela Straberger (Meditationslehrerin in Salzburg). |
| Achtsamkeit | * kann nicht mit
dem Verstand begriffen werden * sich konzentrieren auf das, was jetzt ist * die kleinen Dinge des Alltags führen uns zur Ruhe * Eigenverantwortung, wer will, der hat sie * nicht die Dinge selbst beunruhigen uns, sondern unsere Meinung dazu * nicht beurteilen * Geduld erweist sich als hilfreich, wenn der Geist erregt ist * unseren Atem beobachten * meditieren heißt, im eigenen Leben stehen * jeder Augenblick ist wichtig |
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Diese Ausführungen (hier nur
lückenhaft widergegeben) wurden begleitet durch Üben im Gehen, Schreiten
… |
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| Am Mittwoch erwartete uns eine echte Überraschung: Frau Rosemarie Bräckle, Pfarrhausfrau in Schlossberg bei Rosenheim führte uns in einer Bildbetrachtung - begleitet mit Musik - in das Werk "Anbetender König" von Rogier van der Weyden, Detail aus dem Dreikönigsaltar, München Pinakothek um 1400 ein. | |
| Wir bekamen eine Ahnung für die unzähligen Kleinigkeiten die in diesem Bild stecken. Eine Betrachtung solcher Art führt zum Kennenlernen der Bibel und zur Glaubensvertiefung. | |
| Am Nachmittag fuhren wir in das Missionshaus Liefering. Dort ist das Provinzialat der Herz-Jesu-Missionare der Süddeutsch-Österreichischen Provinz beheimatet. In einer herrlichen Landschaft sind die eigenen Gebäude und die Schule untergebracht. | |
| Der Schulseelsorger P. Anton Ringseisen MSC führte und erklärte uns Wesen und Aufgaben dieses Missionsordens. Im BONDEKO, dem Zentrum der missionarischen Bewußtseinsbildung, das früher von den Missionarinnen Christi geführt wurde, arbeitet nun Herr Mathieu aus dem Kongo. Seine heitere Art wirkt wohltuend an seinem Arbeitsplatz. In einer abschließenden Runde nach dieser Hausführung konnten wir Fragen stellen. Wir waren sehr beeindruckt vom echten Optimismus, den P. Ringseisen in Kenntnis der Lage der Kirche heute ausstrahlt. | |
| Der Gemeinschaftsabend zeigte, wie viele Ideen und Fähigkeiten in unseren Frauen stecken und die Wahrheit des Kanons: "Froh zu sein bedarf es wenig …" | |
| Am Donnerstag, dem letzten Kurstag kam unser Geistlicher Assistent Prälat Dr. Hans Paarhammer als Referent zu uns. Die lebendige Art seiner Ausführungen ließen die Zeit viel zu schnell vergehen. Vom Fest und der Bedeutung des hl. Bischofs Martin leitete er über zum Thema "Der Pfarrhaus- halt im Medienzeitalter": wir alle stehen in einem gewaltigen Lernprozess in dieser Hinsicht. | |
| Was sind Medien? Wie beeinflussen sie unser Leben und Arbeiten? Das Telefon ist eines der stärksten Kommunikationsmittel. Sind wir uns bewusst: mit wem rede ich? was rede ich? Oft ist es notwendig, eine Gegenfrage zu stellen. Der Pfarrbrief ein weiterer Medienträger. Das Buch ist eines der gefragtesten und angefeindesten Medienträger. Als Grundprinzip sollte gelten: trau - schau - wem, Verschwiegenheit, Amtsgeheimnis. Die Freiheit hat ihre Grenzen. Es gibt geschützte Bereiche im menschlichen Leben. Auch die Kunst ist ein wichtiger Medienträger, ebenso die Musik, das Theater … | |
| Der feierliche Gottesdienst in der Emmauskapelle von St. Virgil ließ diese Tage ausklingen. | |
| Die morgendlichen Gymnastikübungen für einige von uns, die Eucharistiefeiern mit Herrn Rektor Dr. Hans-Walter Vavrovsky, unser Zusammensein und Miteinanderreden und viele wertvolle Anregungen werden und in dankbarer Erinnerung bleiben. |