Berufsgemeinschaft der Pfarrhaushälterinnen
der Erzdiözese Wien

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Ehrung von Pfarrhaushälterinnen
4. Mai 2011 - eingebaut in das Fest 25 Jahre BG/PHH

Foto:
kathbild@Rupprecht

Weihbischof Krätzl mit Pfarrhaushälterinnen / Jubilarinnen: sitzend von links: Hilde Toriser 50 Dj bei BV Roch; Anna Hendler 45 Dj bei Pfr. Morgenbesser; Maria Wurz 55 Dj Wien-Unterheiligenstadt; Katharina Hackl 50 Dj bei Pfr. Bechina; Maria Zambo 10 DJ St. Valentin/Landschach; Marta Harangozo 10 Dj Ravelsbach.
stehend von links: Elisabeth Rubey 25 DJ betreut Pfr. Spurny; Heidemarie Führing 15 DJ Wien 1 St. Michael; Margaretha Stangl 40 Dj bei Pfr. Zach; Maria Wasinger 35 DJ Paasdorf; Jadwiga Stolpe 5 DJ Wien, St. Josef zu Margareten; Susanne Kopeszki 35 DJ Wien 4 Pfarre Wieden; Maria Tauchner 10 DJ Unteraspang; Ljiljana Karamatic Wien Meidling; Rosa Ecker 40 Dj Traiskirchen

Wir dankten für unsere Erwählung mit den Worten des 139.Psalms und beteten für die Priester.


Gedanken des Weihbischofs:
Wir blicken zurück auf eine reiche Geschichte der Kirche, der Berufsgemeinschaft, des persönlichen Lebens.
Als Pfarrhaushälterinnen sind wir es gegangen mit Priestern und Gemeinden. Schatten und Licht, alles ist Gnade. Fürchte dich nicht. Auch Schatten als Gnade zu sehen - dazu gehört eine spirituelle Tiefe.
Die ersten Erfahrung mit Pfarrhaushälterinnen machte der Weihbischof in seiner Kaplanspfarre. Dort war die Nichte des Pfarrers sehr streng mit den Kaplänen und die Schwester des Pfarrers, die es etwas gemildert hat. Als Pfarrer hat er dann um die Haushälterin des verstorbenen Vorgängers "geworben" und sie ist geblieben. Viele von uns haben ihn schon bei Visitationen bekocht - und er hat es "überlebt".

Wir geben der Pfarre und der Kirche ein Gesicht, an uns können die Menschen ein offene Kirche erleben, eine einladende Kirche, eine gastliche Kirche, wo sie mit ihren Sorgen angenommen sind.
Wir können beeinflussen wie Begegnungen ablaufen. Der Pfarrhof ist ein Ort wo verschiedene Denkrichtungen zusammenkommen.
Hier wird Kirche vor Ort erlebt, ein erster wichtiger Ort. Die Funktion des Pfarrhauses ist im Umbruch, hat eine wichtige Aufgabe, die wir in vielfältiger Weise mitprägen. Ein leerer Pfarrhof ist kein einladender Ort.

Wir sind eine Stütze des Priesters, des Pfarrers, gestalten ein Daheim, sorgen für Ordnung, ermöglichen Begegnungen, mildern das Alleinsein. Hier kann er sich aussprechen. Worte der Anerkennung und des Trostes aber auch der liebevollen Kritik oder eines offenen Wortes sind eine Verpflichtung. Viele Frauen begleiten, pflegen und führen alte Priester. Ihnen gehört Bewunderung und Anerkennung.

Wir sind das frauliche Element in der "Männerpfarre". Schon vor den Seelsorgshelferinnen waren es die Haushälterinnen, die diese mütterliche Atmosphäre in die Pastoral eingebracht haben. Das weibliche Gespür für die Vorgänge in der Pfarre ist wichtig. Auch können wir zu Ausgleich und Versöhnung beitragen - mit weiblicher "Schläue". Heute arbeiten viele Frauen in den Pfarren mit. Hier sind wir Mittelpunkt und können koordinieren. Angesprochen wurde schon der Bereich der Spiritualität.

In vielen Fällen sind wir ganz nah dabei und doch am Rande. Manches Mal erleben wir große Feste vom Rande, weil wir schon mit Vorbereitungen fürs Essen beschäftigt sind. Ganz nah am Heiligen zu sein kann durch die Gewohnheit auch zur Routine werden. Priester können den Glauben und die Liebe zur Kirche positiv beeinflussen, aber manchmal auch auf die Probe stellen.

Dann ist es wichtig zu schauen, wo unsere Quellen sind, ob es auch noch Zeit für uns gibt. Zeit, die wir uns nehmen - heute auch noch neben der Familie. In der Lesung wurde von der Berufung aller Getauften gesprochen (Eph 1, 3-10) Die Quelle, aus der wir leben ist Jesus Christus. Er ist das Ziel unseres Tuns, unseres Lebens. Unser Tun soll zum Lob seiner Gnade beitragen. Im NT waren es viele Frauen, die Jesus gefolgt sind und ihn mit allem, was sie besaßen, unterstützt haben. (Lk 8,1-3) Die Schwestern im Haus von Bethanien, die beide für uns Vorbild sind. Im Haus des Simon in Kafarnaum, wo die Schwiegermutter vom Fieber geheilt wurde und dann für Jesus und die Jünger sorgen konnte.

Zum Schluss dankte der Weihbischof den Jubilarinnen und allen Pfarrhaushälterinnen im Namen der Erzdiözese, im Namen vieler Priester, vieler Gemeinden und im eigenen Namen für diesen Dienst. .


Foto: Loidl

Nach der Überreichung der Geschenke der Berufsgemeinschaft und der Urkunden, dankte eine Jubilarin den Kolleginnen der Berufsgemeinschaft für die Vorbereitung und Gestaltung der Feier.
In den Fürbitten gedachten wir aller Kolleginnen und trugen die Anliegen von Kirche und Welt vor Gott.
Der gesungene Engel des Herrn und der Segen aller anwesenden Priester schloss die Feier ab.

So gesegnet wurden wir gesendet, sollen wir selber Segen, Güte und Hoffnung für ein Leben in Fülle sein. Zeugen, Hände und Mund Gottes sollen wir sein. Gott selbst verspricht uns bei uns zu sein.

"Mir bleibt zum Schluss nur noch Danke zu sagen, die zur Vorbereitung und Gestaltung dieser Feier beigetragen haben. Bei einem kleinen Imbiss im Wintergarten gibt es nun noch die Möglichekiet zum persönlichen Gespräch."
SK

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